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Ratgeber Bad

Dusche fliesen: Gefälle, Ablauf und Dichtung

Eine bodengleiche Dusche sieht gut aus und ist barrierefrei – aber sie verlangt Planung. Das Gefälle muss zur Ablaufrinne oder zum Punktablauf laufen, die Dichtung muss sauber anschließen und das Material muss rutschhemmend sein.

Von der floorplanning.app Redaktion

Dusche fliesen: Gefälle, Ablauf und Dichtung richtig planen

Gefälle: 1–2 % zur Ablaufrinne

Das Wasser muss ohne Pfützen ablaufen. Bei Punktabläufen brauchst du ein Gefälle von etwa 2 % in alle Richtungen, bei einer Ablaufrinne reichen 1–1,5 % quer dazu. Das lässt sich mit kleinformatigen Fliesen oder Mosaik sauberer ausbilden als mit Großformat.

Titelbild: Dusche fliesen mit Gefälle und Ablauf

Darauf kommt es in der Praxis an

Punktablauf oder Ablaufrinne?

Punktabläufe sind günstig, erfordern aber ein Gefälle in vier Richtungen – anspruchsvoll bei Großformat. Ablaufrinnen lassen sich flacher einbauen und passen gut zu langen Duschen. Beide Varianten brauchen eine saubere Dichtung.

Mosaik: klein, sicher, flexibel

In der Dusche kommen oft Mosaikfliesen zum Einsatz, weil sie sich dem Gefälle besser anpassen und eine höhere Rutschfestigkeit bieten. Auch kleine Formate wie 10×10 cm oder 5×5 cm sind besser geeignet als 60×60 cm.

Material mit hoher Reserve planen

In der Dusche entstehen viele Zuschnitte um Ablauf, Ecken und Wandanschlüsse. Rechne mindestens 15 % Reserve ein, besser 20 %. Im Tool siehst du jeden Zuschnitt und kannst die Reserve gezielt setzen.

Ergebnis für ein kleines Bad

Kleines Bad, viele Zuschnitte

Ein 4,8 m²-Bad mit 60×60 hat schnell 50 % Zuschnitte. Das Tool zeigt dir die genaue Stückzahl und hilft, die Reserve richtig zu bemessen.


Planungs-Checkliste Dusche

Vom Ablauf bis zur Rutschklasse: Das solltest du vor dem Kauf geklärt haben.

  • Ablaufrinne oder Punktablauf wählen
  • Gefälle von 1–2 % einplanen
  • Dichtbahn oder Flüssigdichtung verlegen
  • Rutschfeste Fliesen wählen (R10+)
  • 15–20 % Reserve einrechnen

So fliesest du eine Dusche

  1. 1. Duschmaße und Ablaufposition festlegen

    Länge, Breite, Ablaufrinne/Punktablauf im Grundriss eintragen.

  2. 2. Fliesenformat und Gefälle planen

    Kleine Formate oder Mosaik wählen, Gefälle zur Ablauföffnung sicherstellen.

  3. 3. Dichtung und Ablauf einbauen

    Dichtbahn oder Flüssigdichtung aufbringen und Ablauf anschließen.

  4. 4. Fliesen schneiden und verlegen

    Zuschnitte um Ablauf und Ecken sauber schneiden, von der Rinne weg arbeiten.

  5. 5. Fugen und Silikonfuge setzen

    Fugenmörtel einarbeiten, überschüssige Masse entfernen, Silikon an Wandanschlüssen.


Häufige Fragen

Welches Gefälle braucht eine Dusche?

Mindestens 1 %, besser 2 %, damit das Wasser schnell abläuft und keine Pfützen zurückbleiben.

Kann ich Großformat in der Dusche verlegen?

Nur eingeschränkt, weil das Gefälle in vier Richtungen schwer auszubilden ist. Mosaik oder kleine Formate sind einfacher und sicherer.

Muss ich die Dusche dichtschäumen?

Nein, eine Dichtbahn oder flüssige Dichtung unter den Fliesen ist der Standard. Silikonfugen an den Wandanschlüssen ergänzen den Schutz.

Wie viel Reserve brauche ich in der Dusche?

Mindestens 15 %, weil viele Zuschnitte um Ablauf und Ecken entstehen. Bei komplexen Formen rechne lieber 20 %.

Welche Fliesen sind rutschfest?

Rutschklasse R10 oder höher ist für private Duschen empfohlen, in öffentlichen Bereichen R11/R12.


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